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Häufige Fehler bei Überspannungsableitern, Ursachenanalyse und Grundsätze zur Fehlerbehebung

Erfahren Sie mehr über häufige Fehler bei Überspannungsableitern, deren Ursachen und die Grundsätze zur Fehlerbehebung – ein praktischer Leitfaden für zuverlässigen Überspannungsschutz.

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China
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Dieses Dokument behandelt in erster Linie gängige Metalloxid-Überspannungsableiter (MOA) und deckt darüber hinaus die typischen Fehlermerkmale von Ventil- und Funkenstrecken-Ableitern ab.
Fehlermerkmale, Prüfpositionen und Beurteilungskriterien können je nach Bauart, Spannungsebene und Hersteller variieren. In der Praxis ist auf die technische Dokumentation der Anlagen, die Betriebsanweisungen vor Ort und die einschlägigen Normen zu verweisen.

Sicherheitshinweis: Dieses Dokument dient ausschließlich der Wissensvermittlung und als Referenz für Betrieb und Wartung und stellt keine Betriebsanweisungen vor Ort dar. Wenn es um Freischaltung, Isolierung, Wartung, Prüfung oder Fehlerbehebung geht, sind die Verfahren vor Ort, die Sicherheitsmaßnahmen und die Genehmigungsprozesse der zuständigen Stelle strikt einzuhalten.

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Überspannungsableiter

1. Ungewöhnlicher Ableitstrom

Der Ableitstrom ist der zentrale Indikator für den Zustand der internen Ventilblöcke. Im Normalbetrieb führt der Ableiter nur einen Ableitstrom im Mikroampere-Bereich bei Netzfrequenz. Ungewöhnliche Änderungen des Ableitstroms deuten häufig auf interne Defekte hin.

Fehlererscheinungen

  • Online-Monitor zeigt eine ungewöhnliche Zunahme, Vollaussteuerung, Abnahme oder Nullanzeige des Ableitstroms an
  • Dreiphasenwerte unausgeglichen, oder Monitor gibt Daten-Überschreitungs-Alarm aus

Mögliche Ursachen

  • Starke Verschmutzung der äußeren Isolierung, was zu einem erhöhten Kriechstrom führt
  • Alterung der internen Ventilblöcke, verschlechterte nichtlineare Kennlinien, erhöhte Verlustleistung
  • Dichtungsversagen, das zum Eindringen von Feuchtigkeit in das Innere führt, verringerte Isolationsleistung
  • Neigung des Feldsteuerungsrings, was eine Änderung der Ersatzkapazität und einen erhöhten kapazitiven Strom verursacht
  • Fehler des Überwachungsinstruments, Kurzschluss des Abschirmkabels oder Bruch des Anschlusskabels
  • Verschlechterung der Basisisolierung, die zu einer anomalen Stromumleitung führt

Beurteilungsmethoden

  • Kreuzvalidierung mit einer Strommesszange, um einen Instrumentenfehler auszuschließen
  • Verwendung eines speziellen Prüfgeräts zur Messung des Gesamtstroms und des Wirkstroms; Vergleich der Dreiphasenabweichung und der Änderung gegenüber den vorherigen Werten
  • Kombination mit Infrarot-Wärmebildgebung zur umfassenden Analyse der Wärmefeldverteilung und des Temperaturtrends
  • Überprüfung des Betriebs des Entladungszählers, um festzustellen, ob ein anomaler Betrieb aufgetreten ist

Kriterien & Handlungsgrundsätze

Die Kriterien für den Ableitstrom werden in drei Schweregrade mit entsprechenden Handlungsanforderungen klassifiziert:

Anormale Warnung (Aufmerksamkeit erforderlich, wenn eine Bedingung eintritt):

  • Änderung der Online-Überwachungsdaten überschreitet 10 %
  • Plötzliche Änderung des Gesamtstroms überschreitet 20 % des Anfangswertes
  • Unsymmetrie des Dreiphasen-Ableitstroms überschreitet 15 %

→ Maßnahme: Überwachung verstärken, Inspektionsintervalle verkürzen, bei Bedarf Offline-Test veranlassen

Schwerwiegender Defekt:

  • Ableitstrom-Messwert überschreitet den 1,2-fachen Anfangswert
  • Wirkstromkomponente überschreitet 30 % (spezifische Kriterien gemäß technischer Dokumentation der Anlage und Technische Spezifikation für die Inspektion elektrischer Anlagen unter Spannung)

→ Maßnahme: Als schwerwiegenden Defekt registrieren, an Netzleitstelle und Wartung melden, Offline-Inspektion so schnell wie möglich veranlassen

Kritischer Defekt:

  • Ableitstrommesswert überschreitet den 1,4-fachen Anfangswert

→ Maßnahme: Sofort an die Leitstelle melden, Außerbetriebnahme beantragen

Absolutwertkriterien (für Offline-Tests):

  • Bei 0,75-facher Gleichstrom-Referenzspannung: Gesamtstrom < 1 mA, Wirkstromanteil ≤ 30 %

Weitere Handlungsanforderungen:

  • Nullanzeige: Messgerät leicht anklopfen, um zu prüfen, ob es klemmt; wenn nicht behebbar, Defekt registrieren und Überwachungsgerät austauschen
  • Spezifische Kriterien richten sich nach der technischen Dokumentation der Anlage, den Betriebsvorschriften vor Ort und den einschlägigen Normen

2. Abnormale Körpererwärmung

Unter normalen Betriebsbedingungen ist die Erwärmung des Überspannungsableiters minimal. Wenn die internen Varistoren altern oder feucht werden, steigen die Verlustleistungen erheblich an, was sich in einem anomalen Temperaturanstieg äußert.

Fehlererscheinungen

  • Gesamte oder lokale Temperaturerhöhung; Hotspots befinden sich im Allgemeinen im oberen Bereich mit ungleichmäßiger Verteilung
  • Mehrteilige Ableiter zeigen einen anomalen Temperaturgradienten von oben nach unten

Mögliche Ursachen

  • Alterung der internen Varistoren → verschlechterte nichtlineare Kennlinien, erhöhte Verlustleistung, ungleichmäßige Spannungsverteilung
  • Eindringen von Feuchtigkeit im Inneren → erhöhter Oberflächenableitstrom → zusätzliche Erwärmung

Beurteilungsmethoden

  • Periodische Erkennung mit Infrarot-Wärmebildkamera; stabile Umgebungsbedingungen ohne starke Sonneneinstrahlung bevorzugen
  • Kombination mit historischen Temperaturkarten und Vergleich mit ähnlichen Anlagen
  • Interne Defekte nicht allein anhand eines einzelnen Infrarot-Ergebnisses beurteilen; für eine umfassende Beurteilung mit Offline-Tests kombinieren

Kriterien & Handlungsgrundsätze

Infrarot-Erkennungskriterien in drei Schweregraden:

Allgemeiner Defekt:

  • Temperaturdifferenz > 0,5 K
    → Maßnahme: Defekt registrieren, Überwachung verstärken

Schwerwiegender Defekt:

  • Temperaturdifferenz > 1 K
  • Temperaturdifferenz zwischen den Phasen > 1 K (als interne Anomalie beurteilt)
  • Relative Infrarot-Temperaturdifferenz ΔTmax ≥ 30 %
    → Maßnahme: Schwerwiegenden Defekt registrieren, an Leitstelle und Instandhaltung melden, Offline-Inspektion so schnell wie möglich veranlassen

Kritischer Defekt:

  • Lokale Temperaturerhöhung > 5 °C über Umgebungstemperatur
  • Temperaturdifferenz zu umgebender Ausrüstung > 10 °C
    → Maßnahme: Sofortige Demontage zur Inspektion; sofort an die Leitstelle melden, Außerbetriebnahme beantragen

Weitere Handlungsanforderungen:

  • Abnormale Erwärmung sofort an Leitstelle und Instandhaltung melden; bei Bedarf Offline-Inspektion beantragen
  • Ausreichenden Sicherheitsabstand beim Annähern an den Ableiter einhalten; Fernbeobachtung mit Infrarot priorisieren
  • Infrarot-Erkennungszyklus gemäß Betriebsvorschriften vor Ort und technischen Spezifikationen für die Infrarot-Erkennung

3. Äußere Isolations- und Sichtfehler

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Die äußere Isolierung ist die erste Verteidigungslinie gegen Umwelteinflüsse; Schäden beeinträchtigen direkt den sicheren Betrieb.

Fehlererscheinungen

  • Porzellangehäuse oder Verbundgehäuse: Risse, Brüche, Beschädigungen, fehlende Schirme, Spuren elektrischer Erosion
  • Oberfläche der äußeren Isolierung: Entladungsspuren, Funken, nachts sichtbare Entladungen
  • Schirme aus Silikonkautschuk: Beschädigungen, Verformungen, Alterungsrissbildung
  • Verschmutzungsüberschlag oder Eisüberschlag-Erscheinungen

Mögliche Ursachen

  • Schweres Wetter (Blitzschlag, Hagel, Eisansatz), das mechanische Schäden verursacht
  • Starke Oberflächenverschmutzung → ungleichmäßige Spannungsverteilung → lokale Entladung
  • Eisansatz oder Eiszapfenüberbrückung → verringerte Isolationsfestigkeit

Grundsätze der Fehlerbehandlung

Klassifiziert nach der Schwere der Risse:

  • Leichte Risse, keine Entladung: Mangel registrieren, Überwachung durch Inspektionen verstärken
  • Große Risse oder vorhandene Entladungen: sofort an die Leitstelle melden, Abschaltung und Austausch beantragen
  • Während eines Gewitters entdeckte Risse: Betrieb wenn möglich aufrechterhalten; nach Abzug des Gewitters behandeln

Weitere Anforderungen:

  • Wenn ein sofortiger Austausch nicht möglich ist: Farbe oder Epoxidharz als vorübergehende Feuchtigkeitsbarriere an den Rissen auftragen
  • Oberflächenverschmutzung umgehend reinigen; schwerer Überschlag → Abschaltung zur Behandlung beantragen
  • Sonderinspektion nach Eiswetter: Überprüfung der äußeren Isolierung auf Eisansatz und Eiszapfenüberbrückung
  • Bei Inspektionen Sicherheitsabstand einhalten

4. Explosion oder Bersten des Überspannungsableiters

Schwerste Fehlerform; oft begleitet vom Auslösen des Systemschutzes; erfordert Notfallbehandlung.

Fehlererscheinungen

  • Explosion des Ableiterkörpers, Rauch, Brand
  • Überwachungssystem meldet Schutzauslösung, Leistungsschalter-Auslösesignale
  • Äußere Isolierung benachbarter Geräte möglicherweise beschädigt

Mögliche Ursachen

  • Einpoliger Erdschluss in einem neutralungeerdeten System → Spannung der gesunden Phasen steigt über längere Zeit auf Leiterspannung → Überspannungsableiter dauerhaft überlastet → thermischer Durchschlag
  • Ferroresonanzüberspannung im System → Entladung des Ableiters verbrennt interne Elemente
  • Schlechte Löschleistung der Funkenstrecke → Wiederzündung nach dem Betrieb verbrennt die Ventilscheiben
  • Schlechte Abdichtung → Feuchtigkeit im Inneren → verschlechterte elektrische Eigenschaften → thermischer Durchschlag

Grundsätze der Fehlerbehandlung

  • Alarme und Schutzauslösungen des Überwachungssystems aufzeichnen; Geräteschäden vor Ort inspizieren
  • Wenn ein dauerhafter Erdschluss verursacht wurde: Verwendung des Trennschalters zum Entfernen des fehlerhaften Ableiters ist strengstens untersagt
  • Wenn kein dauerhafter Erdschluss vorliegt: Nach dem Gewitter den Trennschalter der fehlerhaften Phase öffnen, um den Ableiter zu entfernen und auszutauschen
  • Pulverisierende Explosion: Gleichzeitig die äußere Isolierung benachbarter Geräte auf Schäden überprüfen
  • Alle Arbeiten gemäß den Anweisungen der Leitstelle ausführen; eigenmächtige Handlungen sind strengstens untersagt

5. Interner Feuchtigkeitseintritt

Dichtungsversagen ist die Hauptursache für innere Feuchtigkeit; nach dem Eindringen von Feuchtigkeit verschlechtern sich die Isolationsleistung und die elektrischen Eigenschaften erheblich.

Fehlererscheinungen

  • Der Isolationswiderstand sinkt deutlich ab
  • Die Entladungsspannung bei Netzfrequenz nimmt ab
  • Der Leitungsstrom steigt signifikant an oder weist im Vergleich zu den vorherigen Werten einen deutlichen Anstieg auf
  • Der dielektrische Verlustfaktor tanδ steigt an (sollte < 0,05 sein)
  • Bei der Demontage: Kernisolierung braun-gelb gealtert, ölige Ablagerungen; Glasur auf der Seite der Ventilscheiben erscheint matt und verliert an Glanz

Mögliche Ursachen

  • Obere Anzugsmuttern lose, Dichtung gealtert/gerissen
  • Risse oder Lunker im Porzellangehäuse
  • Unteres Prüfloch nicht sicher verschweißt
  • Dichtmasse der Flanschverbindung unwirksam
  • Wasseransammlung am Boden → Feuchtigkeitseintritt

Grundsätze zur Fehlerbehebung

  • Gealterte Dichtungen ersetzen; sicherstellen, dass die Dichtungsstruktur bei der Wiederzusammensetzung korrekt sitzt
  • Untere Abdichtungslöcher sicher verschweißen; Porzellanrisse abdichten
  • Entwässerungslöcher hinzufügen, wenn Wasseransammlungen am Boden auftreten
  • Hochwertiges wasserdichtes Dichtmittel verwenden
  • Isolationsprüfung nach der Reparatur durchführen, um zu bestätigen, dass die Leistung den Standards entspricht

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6. Erdungs- und Verbindungsfehler

Die Zuverlässigkeit des Erdungssystems beeinflusst direkt die Wirksamkeit des Überspannungsableiterschutzes und die Personensicherheit.

Fehlererscheinungen

  • Erdungsableitung: Korrosion, Bruch, Lockerung, Ablösung
  • Leitungsverbindungen: Lockerung, Erwärmung, Verfärbung
  • Ableitung: gebrochene Litzen, zu straff oder zu locker
  • Feldsteuerungsring: Verschiebung, Verformung, Korrosion, Entladungsspuren

Grundsätze zur Fehlerbehebung

  • Verbindungsstellen: Schweißen oder Pressen verwenden; Umwickeln/Binden vermeiden
  • Überlappungslänge des Erdungsleiters: 2× Flachstahlbreite oder 6× Rundstahldurchmesser
  • Erdungsklemme zur Erdungsklemme der geschützten Anlage: kurze, gerade Verbindung → Erdungsspieß und -netz
  • Überspannungsableiter zum Haupterdungsnetz: möglichst kurze Ableitung; konzentrierte Erdung in der Nähe installieren
  • Erdungswiderstandsfreigabe gemäß den einschlägigen technischen Spezifikationen und Betriebsanweisungen (variiert je nach Spannungsebene, Anlagentyp und Stationsbedingungen)
  • Gebrochene oder abgelöste Leitungen sofort der Leitstelle melden; gemäß Verfahren behandeln

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7. Anormale Innengeräusche

Überspannungsableiter sollten bei normaler Netzfrequenzspannung keine anomalen Geräusche aufweisen; jedes anomale Geräusch deutet auf einen möglichen schwerwiegenden internen Defekt hin.

Fehlererscheinungen

  • Innere anomale Geräusche, Entladungsgeräusche oder unregelmäßige Geräusche
  • Ungewöhnliche Gerüche oder Brandgeruch von der Anlage

Mögliche Ursachen

  • Beschädigung interner Komponenten, Durchschlag der Ventilplatte oder innere Entladung

Grundsätze zur Fehlerbehandlung

  • Unverzüglich an die Leitstelle melden; Außerbetriebnahme gemäß Verfahren durchführen; Instandhaltung benachrichtigen
  • Bei Netzfrequenzspannung sollte im Inneren des Überspannungsableiters kein anomales Geräusch auftreten; das Auftreten deutet auf eine mögliche Beschädigung hin; Grundsatz: Weiterbetrieb ist nicht zulässig
  • Strengstens untersagt ist eine unbefugte Annäherung zur Inspektion

8. Anforderungen an die vorbeugende Instandhaltung

Inspektionsrundgang

Inspektionsart Hauptinhalt
Routineinspektion Überprüfung der Leiter, Verbindungen, Ringspannteiler, Porzellanisolatoren, Dichtungen, Erdungsabseile, Überwachungsgeräte, Ableitzähler
Sonderinspektion nach Gewitter Überprüfung der Betriebsaufzeichnungen der Zähler, Oberflächenentladungs-/Überschlagsspuren, Leiterverbindungen
Nach Starkwind/Sandsturm Überprüfung der Leiterverbindungen, Schwankungen des vertikalen Ableiters
Nebel-/Dunstwetter Fokus auf Porzellanverschmutzung und Koronaentladung
Vereisungswetter Überprüfung der Eisansätze an der äußeren Isolierung und der Überbrückung durch Eiszapfen
Starker Schneefall Zeitnahe Beseitigung von Schneeansammlungen an Leitern und Eiszapfen

Kriterien für Anomalien des Entladungszählers:

  • Betrieb ohne Systemüberspannung: Systemaufzeichnungen prüfen, beurteilen, ob Fehlauslösung vorliegt
  • Häufige Auslösungen: Prüfen, ob der Überspannungsableiter eine anhaltende Anomalie aufweist
  • Keine Auslösung: Prüfen, ob der Zähler klemmt oder beschädigt ist
  • Innenraum des Zählers verbrannt/geschwärzt: Mangel registrieren, Zähler austauschen, Zustand des Ableiters prüfen

UV-Detektion:

  • UV-Kamera erkennt Teilentladungen an der äußeren Isolationsfläche; optimal bei Nacht oder in dunkler Umgebung
  • Anormale Entladung festgestellt: Kombination mit Infrarot- und Offline-Prüfungen für eine umfassende Beurteilung

Vorbeugende Prüfung

Prüfgegenstand Zutreffende Bauart Kriterien
Isolationswiderstand ≥ 35 kV Ableiter Allgemein: < 2500 MΩ = anormal; Absorptionsverhältnis K = R60s/R15s < 1,3 = anormal. DFS-Typ usw. mit besonderen Anforderungen: gemäß technischer Dokumentation der Anlage
Leckstrom FZ-Bauart Leitstrom > 0,6 mA oder deutliche Zunahme gegenüber dem vorherigen Wert = anormal
Leckstrom Andere Bauarten Gemäß technischer Dokumentation der Anlage und Prüfverfahren
Referenzspannung ≥ 110 kV Abfall > 10 % gegenüber dem Anfangs-/Sollwert; bei bestätigter Alterung → Stilllegung empfehlen
Abweichung der Gleichstrom-Referenzspannung Alle Bauarten Abweichung innerhalb von ±5 %
Referenzspannung Alle Bauarten Referenzspannungen bei Netzfrequenz und Gleichstrom gemäß technischen Produktbedingungen; zulässige Abweichung gegenüber den Herstellermesswerten gemäß den einschlägigen Normen
Dielektrischer Verlustfaktor Alle Bauarten tanδ < 0,05; steigt bei Feuchtigkeit signifikant an
Prüfintervall Alle Bauarten Gemäß den Betriebsverfahren vor Ort und den vorbeugenden Prüfverfahren

Infrarotdetektion

Spannungsebene Inspektionszyklus
Alle Spannungsebenen Gemäß den Betriebsanweisungen vor Ort und den technischen Spezifikationen für die Infrarotuntersuchung
Neu installiert & Wiedereinschaltung nach A/B-Revision Gemäß den einschlägigen Verfahren innerhalb der festgelegten Frist für die Präzisionsmessung
Detektionshinweise:
  • Vorzugsweise bei klaren Nächten detektieren; Störungen durch Sonnenreflexion vermeiden
  • Datenanalyse: Längsschnittvergleich — Vergleich der Temperaturbild-Trends derselben Anlage über verschiedene Zeiträume
  • Interne Defekte nicht allein auf Grundlage eines einzelnen Infrarotergebnisses beurteilen; für eine umfassende Beurteilung mit Offline-Prüfungen kombinieren

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9. Grundlegender Fehlerbeurteilungsablauf

Bei Feststellung einer Anomalie zunächst beurteilen, ob die Sicherheit gefährdet ist:

  • Sicherheit gefährdet (z. B. Explosion, Brand, Geräusche interner Entladungen, Ableitstrom > 1,4×): Unmittelbar an die Leitwarte melden und Außerbetriebnahmemaßnahmen ergreifen
  • Sicherheit nicht gefährdet: Phänomen dokumentieren → Überwachungsdaten abgleichen → Sichtprüfung → Infrarotdetektion → Bei Bedarf Offline-Prüfung → Registrierung und Bearbeitung gemäß Fehlerstufe (Allgemein / Schwerwiegend / Kritisch)
Bearbeitet von: Noah
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