Die Blindleistungskompensation (PFC) ist eine Technik, die die Effizienz eines elektrischen Systems durch Hinzufügen von Kondensatoren zur Ausgleichung der durch induktive Lasten (z.B. Motoren, Transformatoren) erzeugten Blindleistung verbessert. Dies reduziert den Stromverbrauch, minimiert Energieverluste und senkt die Stromkosten. Dieses Werkzeug berechnet die erforderliche Kondensatorkapazität (in kVAR), um den Leistungsfaktor vom aktuellen auf einen gewünschten Wert anzuheben.
Häufig in industriellen Anlagen, Gewerbegebäuden, Rechenzentren und anderen Einrichtungen mit signifikanten induktiven Lasten eingesetzt.
| Parameter | Beschreibung |
|---|---|
| Spannung | Betriebsspannung des Systems. • Einphasig: Geben Sie die **Phasen-Neutral-Spannung** ein • Zwei-/Dreiphasig: Geben Sie die **Phasen-Phasen-Spannung** ein |
| Frequenz | Anzahl der Schwingungen pro Sekunde, Einheit: Hertz (Hz). Typischerweise 50 Hz oder 60 Hz |
| Last | Von der Last verbrauchte Wirkleistung, Einheit: Kilowatt (kW) |
| Aktueller Leistungsfaktor | Bestehender Leistungsfaktorwert zwischen 0 und 1. Zum Beispiel bedeutet 0,7 eine geringe Effizienz |
| Gewünschter Leistungsfaktor | Ziel-Leistungsfaktor nach der Korrektur. Muss höher als der Anfangswert sein. Empfohlen: ≥ 0,95 |
| Kondensatorspannung | Nennspannung der Kondensatorbank. Muss mit der Systemspannung übereinstimmen (z.B. 400V, 415V) |
| Schaltungsart | Konfiguration der Kondensatorbank: • Stern (Y): Geeignet für Hochspannungs- oder ausgeglichene Drehstromsysteme • Delta (Δ): Häufig für Niederspannungs- oder hohe Stromanwendungen |
Die erforderliche Blindleistungskompensation (Qc) wird berechnet mit:
Q_c = P × (tanφ₁ - tanφ₂)
Wobei:
- Q_c: Erforderliche Kondensatorkapazität (kVAR)
- P: Wirkleistung der Last (kW)
- φ₁: Anfänglicher Phasenwinkel, wobei cosφ₁ = PF₁
- φ₂: Ziel-Phasenwinkel, wobei cosφ₂ = PF₂
Beispiel:
Für eine 100 kW-Last mit einem anfänglichen Leistungsfaktor von 0,7 und einem Ziel-Leistungsfaktor von 0,95 sind etwa 58 kVAR Kondensatorkapazität erforderlich.
Überwachen Sie den Leistungsfaktor regelmäßig und verwenden Sie automatisch schaltbare Kondensatorbänke
Wählen Sie Kondensatoren mit angemessener Nennspannung, um Über- oder Unterspannungsbetrieb zu vermeiden
Verwenden Sie stufensteuerbare Kondensatorbänke für dynamische Kompensation
Vermeiden Sie Überkorrektur, die kapazitive Bedingungen, Resonanz oder Spannungsanstieg verursachen kann
Kombinieren Sie mit Netzqualitätsanalysern für Echtzeitdaten und erhöhte Genauigkeit